Der Trend zum Internetradio

Radio hören bedeutete früher ein Gemisch aus verschiedenen Musikrichtungen, unterbrochen von Nachrichten, Werbung und Moderatorengeschwätz. Man konnte die Sender meist an einer Hand abzählen, die man gerne hörte und diese im Autoradio speichern. Doch fuhr man eine Viertelstunde auf der Autobahn, war meist nur noch ein Rauschen vernehmbar. Alternative: CDs oder MP3 hören oder einfach abschalten.

Durch das Internet wird nun auch das Radiohören einfacher. Ganz gleich, wo man sich befindet: im Büro, im Flugzeug, auf dem Fahrrad, zuhause, im Garten, selbst auf dem Balkon - mit einem ISDN, DSL oder mobilem Internetzugang kann man mehr als 5000 Internet-Radiosender hören. Dazu kann man sich aber auch auf der Website seines Lieblingsenders einloggen, und diesen – soweit er einen Radioplayer dort integriert hat – auch dann noch hören, wenn man sich gar nicht mehr im Sendegebiet befindet.

Die meisten nutzen alternativ die Möglichkeit der Spartenauswahl der verschiedensten Webradios. Ganz gleich, wozu man gerade Lust hat, ob auf deutsche Schlager aus den 50ern, klassische russische Komponisten, afrikanische Folklore, Heavy Metall aus China oder brasilianische Sambarhythmen – man wählt die entsprechende Zeit, das Land, die Musikrichtung einfach aus und kann mit seinem PC oder seinem Handy überall Musik hören.

Wer es jedoch nicht besonders gut findet, über den Laptop auf dem Sideboard oder in der Küche Musik zu hören, weil vielleicht die Tonqualität nicht so gut ist wie bei einem richtigen Radio, oder zu viel Küchendunst befürchtet, für den gibt es inzwischen eine gute Alternative zum PC: WLAN-fähige Netzwerkempfänger. Darüber kann man in Funkreichweite des DSL-Routers ebenso viele Sender empfangen wie auf dem PC. Der Senderkatalog mit allen Auswahlmöglichkeiten wird hier auf dem Display angezeigt und automatisch über das Internet aktualisiert. So hat man zur richtigen Zeit und am richtigen Ort auch immer die richtige Musik.